V'08

Langspielprogramm

Viennale


Flankiert von saalfüllenden Namen wie Kitano Takeshi ("Achilles to kame"), Christoph Petzold ("Jerichow"), den Dardenne-Brüdern ("La Silence de Lorna") und Darren Aronofsky ("The Wrestler"), präsentiert sich das Programm der 46. Viennale auch heuer wieder als cinephiler Spaziergang quer durch den Gemüsegarten des internationalen Geschehens.

Das dem Neuen und Unbekannten eine Sonderstellung zuteil wird, gehört ebenso zur Tradition der Ära Hurch wie die handverleserne Aussparung einzelner Produktionen, deren Programmierung bei anderen Festivals selbstverständlich wären (kein Assayas, keine Denis - um nur zwei der größeren Abwesenden zu nennen).

Ganz leer geht man bei der Suche nach den üblichen Verdächtigen aber natürlich auch in diesem Jahr nicht aus. So sind u.a. Arnaud Desplechin ("Un Conte de Noel"), Koreeda Hirokazu ("Aruitemo Aruitemo"), Eric Roehmeri ("Les Amours d'Astrée et Cèladon") und Johnnie To ("Man Jeuk") mit neuen Werken vertreten - Namen, die einen gelungenen Kontrast zu den vielen, neu zu entdeckenden Filmmachern bilden.

Ein Konzept, das sich international herumgesprochen hat, ist es der Viennale doch gelungen sich als Premierenfestival der etwas anderen Art am Markt zu positionieren. Auch heuer erfahren wieder zahlreiche Arbeiten in Wien ihre Erstaufführung, darunter Khavns "Maynila Sa Mga Pangil Ng Dilim" oder "Como Estar Muerto" von Manuel Ferrari.

Als Empfehlungen lassen sich vorab die neuen Filme von Guy Maddin ("My Winnipeg"), Wakamatsu Koji ("Jitsuroku Rengo Sekigun – Asama Sanso e no Michi") und Hiroki Ryuichi ("Kimi No Tomodachi") ausmachen und auch für die rot-weiß-rote Fraktion gibt es gute Nachrichten, finden sich 2008 doch nicht weniger als 20 heimische Arbeiten im Programm wieder.